Weiden/Riva. Die Laufschuhe mit dem Mountainbike vertauschten für eine Woche Lukas Trisl und Swen Arnold von der Jugendlaufgruppe der DJK Weiden. Auf den Spuren der alten Römer sollten die Alpen entlang der Via Claudia Augusta mit dem Ziel Gardasee im Sattel bezwungen werden.

Nachdem sich die Anreise wegen der Überschwemmungssituation in Süddeutschland hindernisreich gestaltete, wurde die erste Etappe bei strömendem Regen im Zugspitzdorf Grainau gestartet. Über Eibsee und Hochthörlehütte, immer das Zugspitzmassiv im Blick, ging es nach Tirol, wo nach Überquerung des Fernpasses – hier zeigte sich erstmals die Sonne – das Tagesziel in Imst erreicht wurde.

Der zweite Tag führte durchs Inntal nach Landeck hoch zur Fließer Platte, wo noch immer die Wagenspuren der alten Römerkarren zu bestaunen sind. Nach einem kurzen Abstecher in die Schweiz führten Serpentinen über die Norbertshöhe nach Nauders am Reschenpass.

Bei bestem Bikewetter ging es am nächsten Tag über die Plamortebene, wo alte Panzersperren und Bunkeranlagen an die Geschehnisse aus dem ersten Weltkrieg erinnern, über den Reschenpass nach Italien. Entlang des Reschensees mit dem versunkenen Kirchturm in Graun als Wahrzeichen führte die Route hinab ins Vinschgau mit seinen endlosen Apfelplantagen ins mondäne mediterrane Meran.

Mit dem Gampenpass stand zu Beginn der vierten Etappe ein richtiger Brocken auf dem Programm. Insgesamt 1200 Höhenmeter am Stück galt es zu überwinden. Zur Belohnung ging es nach der Passhöhe auf einem wunderschönen Panoramaweg durchs Val di Non über den Lago di Santa Giustina zum Etappenziel in Cles, wo man inmitten einer Apfelplantage ein überragendes Quartier zur Übernachtung gefunden hatte.

Spektakuläre Ausblicke brachte der Folgetag, der entlang der Dolomiti di Brenta Bike über Andalo nach Molveno führte. Trotz der Anstrengungen ließ man es sich nicht nehmen, hier noch eine Laufeinheit einzulegen und den wunderschön gelegenen Molvenosee zu umrunden.

Die finale Etappe führte vom Molvenosee ins Tal der Sarche und über Arco wurde schließlich das Ziel in Riva erreicht. Nach insgesamt rund 400 Kilometern und 8000 Höhenmetern wurde das Abenteuer Alpenüberquerung mit dem obligatorischen Sprung in den Lago di Garda erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss gönnten sich die Beiden zwei wohlverdiente relaxte Tage am See, bevor es mit Bikeshuttle und Zug wieder zurück in die Heimat ging.

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